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Rudolf Stöber

Neue Medien

Geschichte: Von Gutenberg bis Apple und Google. Medieninnovation und Evolution

Band 72 der Reihe "Presse und Geschichte – Neue Beiträge", herausgegeben von Astrid Blome, Holger Böning und Michael Nagel

Cover:

Cover des Buches

Titel:

Rudolf Stöber:

Neue Medien. Geschichte: Von Gutenberg bis Apple und Google. Medieninnovation und Evolution

498 S., zahlr. Abb.

ISBN:

978-3-943245-09-7

Preis:

19,80 Euro

Jedes Medium war einmal ein neues Medium. "Neue Medien. Geschichte" be­handelt die Mediengeschichte seit Beginn der Frühen Neuzeit: die Presse, den Film, den Rundfunk und die Netzwerkmedien. Vieles daran ist durchaus überraschend: Gutenberg erfand nicht den Buchdruck, der Stummfilm war nie stumm, Rundfunk wurde nach seiner Invention erfunden, die ersten Computer waren keine Maschinen.

Der Vergleich der Entwicklungen von Gutenberg bis Apple, Google und den Sozialen Netzwerken zeigt im internationalen und im diachronen Vergleich die Ausdifferenzierung des Mediensystems als stete Wiederkehr des Gleichen: die Bedeutung von medialen Vorläufern und kulturellem Umfeld, die unsyste­ma­ti­schen Erfindungen, die gesellschaftlichen Diskussionen über das Neue mit ähnli­chen Hoffnungen und Befürchtungen, die Institutionalisierung neuer Kommunikationsmittel, die Suche nach neuen Geschäftsmodellen, die Gewöh­nung an Medien, nicht zuletzt Lerneffekte und Wirkungen auf Gesellschaft und Politik.

Die empirisch dicht belegte Studie gliedert die Entwicklungsprozesse in drei Phasen: Invention, Innovation und Diffusion. Neben der diffusionstheoreti­schen Rahmung wird die Ausdifferenzierung evolutionstheoretisch als nicht planbarer Prozess von Versuch und Irrtum interpretiert, in dem neue Medien nicht erfunden werden, sondern erst entstehen, wenn die Gesellschaft einen neuen Verwendungszweck für die Medien gefunden hat.

Rudolf Stöber, Jg. 1959, Dr. phil., ist Inhaber des Lehrstuhls für Kommunika­tionswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.